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SPIELBERICHT:

GREMIO Sporting Morgenstern 1:2
Gremio: Golta, Schlumpf, Schwerzmann, Steinmann, Bolognino, Imbach M., Imbach L., Guidi, Rieder, Eisterer, Karpf, Gemperli, Haller, Maki, René.
Tore: 20. 0:1 :... , 70. 1:1 Haller 75. 1:2 :...
Bem: 60. Pfostenschuss Sporting
Herausragend: keiner
Wieder einmal gingen die Gremisten früh in Rückstand: In der 20. Minute liess die Gremio-Abwehr einen gegnerischen Stürmer an der Strafraumgrenze praktisch ungehindert zum Schuss kommen, Sporting nahm die Einladung dankend an und ging 1:0 in Führung. Das ruppige, von beiden Seiten teilweise unfair geführte Spiel war über weite Stecken ausgeglichen und keines der beiden Teams konnte sich in der ersten Halbzeit ein klares Chancenplus erarbeiten. In der zweiten Spielzeit kamen die Gremisten anfangs besser ins Spiel und kamen durch Haller nach Vorarbeit von Guidi und Bolognino zum Ausgleich. Gremio drängte nun auf den Sieg und vergass dabei die Defensive. Ein Konter, eine strittige Schiedsrichterentscheidung und ein schön geschossener Freistoss bedeuteten das 1:2 und damit die erste unnötige Saisonniederlage für Gremio gegen das individuell besser besetzte Sporting-Team. Schade war zudem, dass der Schiri einen Bierdeckel-Aktionsradius (und ziemlich miese Laune) hatte und nichts zur Beruhigung des Spiels beitragen konnte. Schade, dass man auch auf Alternativligaplätzen nicht vor Trashtalkern („Jetzt mach ich dier weh, jetzt hau i di abe“) gefeit ist und schade, dass wir den Geburtstagskindern Eisterer und Johannes Paul II keinen Sieg schenken konnten.
Geradezu seherische Qualitäten bewies Schlumpf, der die rüde Gangart der Partie bereits vor dem Spiel vorausgesagt hatte: Es wird Blut fliessen...“, schrieb der Aussenverteidiger spasseshalber vor dem Spiel per sms an den Exil-Präsidenten Lütjens, der von Irland aus totalen Einsatz im Spitzenkampf gegen Sporting Morgenstern gefordert hatte. Wie recht er haben sollte zeigte sich spätestens nach einer Stunde Spielzeit, als ebendieser Schlumpf unglücklich mit einem Gegner zusammenprallte und das Blut aus einer klaffenden Wunde an seiner Schläfe floss. Zum Glück war die Maradonna-Kickerin, welche unseren Aussenbilli freundlicherweise ins Waidspital fuhr, im Winter am Gremio-Hallenturnier mit dabei und somit für Notfälle ausgerüstet: Sie kramte im Auto eine Flasche Grappa, die sie am Hallenturnier gewonnen hatte, hervor und bot sie grosszügig als Schmerzmittel an. („Für Notfäll hett i da no öppis...“) „Es netts Bündnermeiteli“ (Schlumpf) büezte die Wunde schliesslich zusammen, womit nun auch eine erste Narbe (4 Stiche) in die Gremio Klubgeschichte eingeht. (#20)
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