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SPIELBERICHT:

GREMIO - Traktor Emilie 1 - 3
Gremio: Raffi; Manu, Giusi, James, Schlumpf; Nik, Luki, Romi, Müggli, Boskopp; Gaempi, Pietro, Butch
Tore: 34. 0:1, 55. 0:2, 65. 0:3, 78. 1:3 James
Bemerkungen: FC Tuggen da laufts: Wir wollen auch Hakle-Werbung am Arsch!.
Herausragend:
Grêmios Mannschaftsleistung in Halbzeit eins; die Abgeklärtheit der Lieberherren; Klassekipper Göldis Auskicks (das Probetraining bei den Renegades ist organisiert!); Butchs Taktikverständnis beim Spiel YF Juventus Tuggen - Ars Longo führwahr!
Wer will an einem schönen Juni-Nachmittag schon ein Alternativliga-Spiel gewinnen? Getreu dem Motto „Toreschiessen ist was für Lavendelpflücker!“ schickte sich Grêmio gegen Traktor Emilie in eine 1:3-Niederlage.
Für einmal war es ein Sonntag ohne Skandale und Randale. Die üblichen Verdächtigen vom Team Dresch und Flegel standen nicht im Aufgebot: Köbiflüsterer Karpf - „Da hani em gseit, nimm doch de Tranquillo mit“ - liess es sich mit Ländlern, Puffbrause und Schnittchen wohl bekommen, Topskorer Bolo zügelte seine umfangreiche Sammlung an Benimm-Literatur, Chrigel übte sich mit Chind und Chegel im Ween-Karaoke („Don’t shit where you eat my son!“) , der künftige Codex-Verstösser Marc Andri (Pögg - da rauchts!) war wo auch immer und Röne ging zur Predigt seines Lieblings-Pfaffen. Giovanni Paulo? Judas-Priester Röbeli Halford tänk!
Doch nicht nur die „Bang the pain away“-Fraktion in der Festhalle Rüegerholz zu Frauenfeld, auch die restlichen Grêmistas waren „Hell bent for leather“. Ze round one wohlgemerkt. Im Hinterkopf den Sinnspruch „Ich glaube daran, du glaubst daran, wir glauben daran“ mit dem Ralph Kueger oder ein anderer EQ-Esomane unsere Garderobe tapeziert hatte, schickten wir uns an den Traktoren aufzuzeigen, dass sie nicht nur in Finals die Nummer zwei auf dem Rücken tragen. Zur allgemeinen Überraschung gelang das auch zumindest 35 Minuten lang. Dumm nur, dass unsere Stürmer und Dränger am Vorabend nicht wie üblich zu tief ins Glas, sondern ins Hand-Brevier „Wie lasse ich eine Torchance ungenutzt?“ geschaut hatten. Praktisch kein Grêmista, der in der ersten Halbzeit nicht zum Abschluss gekommen wäre; die einen vergaben kläglich, die anderen kläglicher. Auch Air Müggli konnte seine erste Chance ever nach drei Jahren Grêmio nicht verwerten. Traktor Emilie machte es besser. Eine Chance, ein Tor. Zur Pausenführung reichte dem Favoriten der Schongang.
Die weitere Geschichte ist schnell erzählt: Wir bauten ab, Traktor wurde stärker. Zwei Gegentore und etwa vier Grosschancen (hüben wie drüben) später, war es Grêmio-Debütant James vorbehalten den hochverdienten und sehenswerten Ehrentreffer zu erzielen. Gemessen an den Torchancen und den Spielanteilen wäre mehr möglich gewesen. Aber was solls: Die Partie war fair und machte Spass.
Da es ganz danach aussieht, als ob Grêmio sein Abo für die Klassierungsspiele 9 -16 um ein Jahr verlängert, stellt sich vor dem Gingg gegen Tram 4 noch die Frage: Muss Primo Levis Klassiker „Christoph si e fermato a Eboli“ („Christoph kam nur bis zur Mittellinie“) zwei Stunden nach EM-Start neu geschrieben werden? Der Butschist von Grêmios Gnaden nein, nicht der Pseudo-Butler hat sein Werturteil bereits abgegeben: „Specksteinmann Zero Goals! Für immer und ewig!“ Wir wagen eine andere Prognose: Am 12.6. 2004 um 19.23 Uhr stürmt Chrigi über den Rubikon, eine muntere Melodie pfeifend: „Here comes the fear again the end is near my friend!” Man darf gespannt sein.
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